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BMU LED-Förderung für Kommunen 2019-2022

 

Mit der im November 2018 verabschiedeten Richtlinie der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) können auch in den Jahren 2019 bis 2022 die Beleuchtungsanlagen in Gebäuden und Straßen mit LED-Technologie saniert werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) vergibt seit 2008 Fördergelder für Kommunen zur Reduzierung der CO2-Emissionen

 

Die Richtlinie NKI bietet vielfältige Handlungsmöglichkeiten. Hier die Wichtigsten im Überblick:
 

  • Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus sind antragsberechtigt. Die CO2-Minderung für Sportplätze beträgt nun 50 % statt vorher 70 %
  • Kommunale Unternehmen mit mindestens 25 % statt vorher 50,1 % kommunaler Beteiligung sind für alle investiven Klimaschutzmaßnahmen antragsberechtigt
  • Förderung kompletter Lichtpunkte zur Behebung von Beleuchtungsmissständen
  • Zuschüsse für Ingenieurdienstleistungen in Höhe von 5 % der investiven Ausgaben

Was wird gefördert?

LED Leuchten für die Außen- und Straßenbeleuchtung

  • Ausgaben für die Anschaffung der Anlagenkomponenten einschließlich der Steuer- und Regelungstechnik
  • Ausgaben für qualifiziertes, externes Fachpersonal zur Installation der Anlagenkomponenten
  • NEU: Ausgaben für eine nach der Installation durchgeführte photometrische Messung
  • Ausgaben für die Demontage und fachgerechte Entsorgung der zu ersetzenden Anlagenkomponenten durch qualifiziertes, externes Fachpersonal
  • Neue Lichtpunkte werden gefördert, um Beleuchtungsmissstände zu beheben (z. B. an Fußgängerübergängen oder an Bushaltestellen)
  • Im Rahmen des Förderschwerpunktes nachhaltige Mobilität wird auch der Neubau von Lichtpunkten für Radwege und Radabstellanlagen in Kitas und Schulen gefördert
  • Ausgaben für projektbegleitende Ingenieurdienstleistungen der Leistungsphase 8 (HOAI) in Höhe von maximal 5 % der zuwendungsfähigen Investitions- und Installationsausgaben werden gefördert

LED-Leuchten für Innen- und Hallenbeleuchtung

  • Ausgaben für die Anschaffung der Leuchten (Leuchte, Leuchtmittel, Reflektor/Optik/Abdeckung) einschließlich der Steuer- und Regelungstechnik sowie des erforderlichen Installationsmaterials
  • Ausgaben für die Demontage und fachgerechte Entsorgung der zu ersetzenden Anlagenkomponenten sowie Ausgaben zur Montage der Neuanlage durch qualifiziertes, externes Fachpersonal
  • Ausgaben für projektbegleitende Ingenieurdienstleistungen der Leistungsphase 8 (HOAI) in Höhe von maximal 5 % der zuwendungsfähigen Investitions- und Installationsausgaben

 

Mit unseren LED-Lichtlösungen können Sie die Anforderungen deutlich übertreffen, z. B.

 

  • Straßenbeleuchtung bis zu 91 % Einsparung mit Luma und Lichtsteuerung
  • Schulklassenraum bis zu 84 % Einsparung mit Powerbalance, Maxos und Lichtsteuerung
  • Schulsporthalle bis zu 81 % Einsparung mit GentleSpace und Lichtsteuerung
  • Parkhaus bis zu 87 % Einsparung mit Pacific LED und Lichtsteuerung
 

Hinzu kommt: Sie sparen nicht nur Energie- und Wartungskosten und damit kommunales Budget, sondern verbessern auch die Qualität des Lichtes.
Austausch von LED-Lampen in bestehenden Leuchten wird weiterhin nicht gefördert.

Wer wird gefördert?


Alle nachfolgend genannten Einrichtungen werden gefördert. Unterschiede gibt es für die Außen- und Innenbeleuchtung und für Schulen und finanzschwache Kommunen. Details finden Sie in unserer Kurzübersicht zu den Fördersätzen.

Förderschwerpunkt

Förderquote

Mindestzuwendung
(Euro)

FQ für finanzschwache
Kommunen

2.8.1 Beleuchtung mit zeit- oder präsenzabhängiger Schaltung
20 %
5.000
25 %
2.8.2 Beleuchtung mit Technik zur adaptiven Nutzung
25 %
5.000
30 %
2.8.3 Lichtsignalanlagen
 
20 %
5.000
25 %
2.9 Beleuchtung Innen und Halle
 
25 %
5.000
30 %
  • Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) und Zusammenschlüsse, an denen ausschließlich Kommunen beteiligt sind
  • Betriebe, Unternehmen und sonstige Organisationen mit mindestens 25 % kommunaler Beteiligung
  • Öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen bzw. deren Träger
  • Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen
  • Öffentliche und freie, gemeinnützige Jugendwerkstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch anerkannt sind, bzw. deren Träger
  • Kulturelle Einrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft
  • Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus, die im Vereinsregister eingetragen sind
  • Werkstätten für behinderte Menschen bzw. deren Träger

 

Erhöhte Fördersätze bis zu 5 % erhalten:

 

  • Kindertagesstätten, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Jugendwerkstätten sowie Sportstätten (KSJS; inkl. Freibäder und Schwimmhallen)
  • Finanzschwache Kommunen

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

 

Maßgeblich eine CO2 Emissionsminderung in Höhe von 50 % gegenüber der alten Anlage. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Fördermitteleffizienz sollen Förderanträge den Fördermitteleinsatz pro vermiedener Tonne auf ein CO2-Äquivalent von 50 Euro pro Tonne (brutto) begrenzen. Die Berechnung dazu findet in den auszufüllenden Excelformularen statt.

Außen- und Straßenbeleuchtung

Mit Inkrafttreten der neuen Richtlinie gibt es zwei Förderpunkte zur Außen- und Straßenbeleuchtung. Im Vergleich zur vorherigen Richtlinie ist nun der Einsatz einer Steuerung/Regelung Pflicht. Für Sportplätze gibt es eine verminderte Einsparung von 50 %.

Förderung von Leuchten mit Regelungs- und Steuerungstechnik für eine zeit- oder präsenzabhängige Steuerung. Insbesondere betrifft dies auch Verkehrsflächen (für den Kraftfahrzeug-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr) oder bei Bedarf auch für zusätzliche zu beleuchtende Begrenzungsflächen, wie Hausfassaden, Grünstreifen und Vorgärten. Folgende Voraussetzungen gelten:
 
  • Die neuen Leuchtensysteme müssen eine angemessene wirtschaftliche Amortisationszeit aufweisen
  • Die Leuchte muss sowohl ein austauschbares Modul als auch ein austauschbares Vorschaltgerät aufweisen
  • Der Hersteller muss eine Mindestlebensdauer (L80) der Leuchte von 75.000 Betriebsstunden angeben

Gefördert werden Leuchten in Kombination mit einer Regelungs- und Steuertechnik für eine adaptive Nutzung der Beleuchtungsanlage. Unter adaptiver Nutzung ist eine Anpassung der Lichtstärkeverteilung in Abhängigkeit von äußeren Einflüssen, wie der Witterung zu verstehen, als auch eine Anpassung des Beleuchtungsniveaus in Abhängigkeit von der Verkehrsdichte.
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass

  • Die Beleuchtung sowohl auf unterschiedliche Witterungsbedingungen (trockene versus nasse Fahrbahn), als auch auf unterschiedliche Verkehrsdichten angepasst werden kann. Dafür ist sowohl eine Beleuchtungsniveauänderung (entsprechend der zu wählenden Straßenbeleuchtungsklasse), als auch eine Änderung der Lichtverteilung (entsprechend der Witterung) anzuwenden
  • Die Gesamtgleichmäßigkeit U0 von 0,55 (DIN EN 13201) für trockene Straße und 0,4 für nasse Straße erreicht wird

Dies ist entweder durch günstige Masthöhen-Mastabstandverhältnisse oder durch multivariable Leuchten (Leuchten mit mehr als einer Lichtstärkeverteilungskurve) sicherzustellen.

  • Nach der Installation ist hierfür eine photometrische Messung durchzuführen und das Einhalten der lichttechnischen Voraussetzungen zu bestätigen
  • Die neuen Leuchtensysteme müssen eine angemessene wirtschaftliche Amortisationszeit aufweisen
  • Die zu installierende Leuchte muss sowohl ein austauschbares Modul als auch ein austauschbares Vorschaltgerät aufweisen
  • Der Hersteller muss eine Mindestlebensdauer (L80) der Leuchte von 75 000 Betriebsstunden angeben
  • Eine Lichtplanung muss nach DIN EN 13201 durch qualifizierte Planer durchgeführt werden

 

Innen und Hallenbeleuchtung

 

CO2-Emissionsminderung von mindestens 50 % gegenüber der alten Anlage. Gefördert werden Leuchten (Leuchte, Leuchtmittel, Reflektor/Optik und Abdeckung) in Verbindung mit einer nutzungsgerechten Steuer- und Regelungstechnik (nach EnEV). Voraussetzung für eine Förderung ist, dass:

 

  • Die Systemlichtausbeute (Bemessungslichtausbeute) des eingebauten Beleuchtungssystems mindestens 100 lm/W beträgt
  • Der Lichtstromerhalt der Leuchten mindestens ≥ 80 % (L80) bei 50.000 Betriebsstunden erreicht
  • Die Farbwiedergabe der Beleuchtungssysteme mindestens 80 Ra beträgt
  • Die Regelung des Beleuchtungssystems mindestens der Referenzausführung nach EnEV Anlage 2 Tabelle 1 für die entsprechende Nutzungszone entspricht
  • Die Beleuchtungsanlage eine angemessene wirtschaftliche Amortisationszeit aufweist
  • Eine Lichtplanung nach DIN EN 12464-1:2011-08 bzw. bei Sportstätten nach DIN EN 12193 durch qualifizierte Planer durchgeführt wird

Wie wird gefördert?

Durch einen nicht rückzuzahlenden Zuschuss für die gesamten zuwendungsfähigen Ausgaben. Diese beinhalten die Leuchten, Demontage, Entsorgung und Montage, Lichtsteuerung sowie Installationsmaterial.


Die förderfähigen Zuwendungen müssen mindestens 5.000 € pro Projekt betragen, die Mindestprojektgröße ergibt sich durch Berechnung abhängig vom individuellen Fördersatz.

Um eine geeignete Projektgröße zu erreichen, können sich mehrere gleichartige antragsberechtigte Einrichtungen zusammenschließen und das Vorhaben gemeinsam durchführen.

Die Beleuchtungsanlage muss zu 100 % im Eigentum des Antragstellers sein, sowie weitere 5 Jahre in dessen Eigentum verbleiben. Der kommunale Eigenanteil beträgt 15 %. Mit dem Vorhaben wurde noch nicht begonnen, dies ist erst nach Eingang des Zuwendungsbescheids möglich. Dies gilt auch für ein Vergabeverfahren.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel ein Jahr und tritt nach Eingang des Zuwendungsbescheids in Kraft bzw. die Kommunen nennen im Antrag ein konkretes Datum für den Start des Vorhabens. Das Vorhaben muss innerhalb des Bewilligungszeitraums begonnen, durchgeführt und abgeschlossen werden.

Antragstellung

 

Ab dem 01.01.2019 bis 31.03.2019 und ab dem 01.07.2019 bis 30.09.2019 und für die Folgejahre 2020 bis 2022.

  • Anträge müssen elektronisch über das Förderportal des Bundes „Easy-Online“ gestellt werden.
  • Der fertige Antrag muss anschließend zusätzlich unterschrieben und in Papierform per Post an den PtJ gesendet werden.
 
Ein vollständiger Antrag enthält:
  • Easy-Online-Antrag im Original mit Stempel und Unterschrift
  • Ein ausgefülltes, von einem Fachplaner (einer verwaltungsinternen, fachkundigen Person oder einem qualifizierten Fachbetrieb) unterschriebenes und gestempeltes Excel-Berechnungsformular
  • Eine Bestätigung, dass sich die zu sanierende Anlage im Eigentum des Antragstellers befindet

Hinweis zur Kumulierbarkeit

 

Eine Kumulierung von Fördermitteln ist zulässig, z. B. können Sie die KfW-Förderprogramme Nr. 217/218/219/220 ab 01.10.2015 Energieeffizient Bauen und Sanieren nutzen. Bei Sanierung des Gesamtgebäudes erhalten Sie hier einen zusätzlichen Tilgungszuschuss in Höhe von 5 % bei Einzelmaßnahmen. Zur Sanierung der Straßenbeleuchtung kann das Programm Nr. 208 Sanierung kommunalerInfrastruktur genutzt werden. Grundsätzlich können Kredite der KfW zur Finanzierung des kommunalen Eigenanteils in Höhe von 15 % bzw. 10 % bei finanzschwachen Kommunen verwendet werden. Prüfen Sie bitte unbedingt inwieweit Landesförderprogramme zur Verfügung stehen. Eine Verbindung mit dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz in den Bundesländern ist nicht möglich, da auch hier Bundesmittel zum Einsatz kommen.

Projektberichte

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